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SHAH RUKH KHAN - Autobiografie

Meine Mutter ist in Hyderabad geboren und aufgewachsen. Sie war eine starke und schöne Frau. Sie ähnelte Waheeda Rehman. Mein Vater war ebenfalls ein sehr stattlicher Mann. Ich glaube nicht, dass ich gut aussehe, doch die beiden waren ein sehr gutaussehendes Paar. Sie lernten sich unter extremen Umständen kennen. Meine Mutter wurde bei einem Autounfall verletzt und benötigte Blut. Mein Vater der gerade im Krankenhaus war, spendete ihr Blut. Durch diese Hilfeleistung für meine Mutter verliebten sie sich ineinander.

Und obwohl mein Vater ungefähr elf Jahre älter als meine Mutter war, stimmte ihre Familie zu, weil er durch seine hilfsbereite Art die Familie gerettet hatte. Während wir erwachsen wurden, machten meine Eltern keine Unterschiede zwischen meiner Schwester Shehnaz und mir, obwohl ich dachte sie stand ihnen näher, da sie sechs Jahre älter ist als ich. Ich wurde zu einer Zeit geboren, als es meinen Eltern finanziell nicht sehr gut ging. Doch ich kann mich nicht erinnern darunter gelitten zu haben. Mein Vater war Chef Ingenieur. Meine Mutter war Sozialarbeiterin, hatte ein erste Klasse Magister in Rechtswissenschaften. Sie hatte in Oxford studiert. Sie war eine der ersten Muslimen die soviel erreicht hatte. Sie beschäftigte sich mit jungen Straftätern.

Ich war kein dickköpfiges Kind, doch wenn ich wirklich etwas wollte, dann wollte ich es sofort. In "Ram Leela" (*altes, kulturelles, indisches Theaterstück) war ich ziemlich bloßgestellt, ich spielte einen der Affen. Ich schrieb Kurzgeschichten (*ind. Shairis) und mein Vater lies mich diese vortragen. Ich erinnere mich da war eine Tante die grauenhaften pinkfarbenen Lippenstift trug und ich schrieb ein Gedicht in dem ich ihren Lippenstift pries. Ich denke, sie war heimlich gerührt. Meine Eltern ließen mich mein eigenes Leben leben, sie wollten nur, dass ich gut lerne, was ich auch tat. Da waren keine Verbote oder weitere Forderungen. Ich konnte schlafen wann ich wollte, weggehen wenn ich wollte. Als ich einem anderen Kind die Zähne ausgeschlagen habe, sah mein Vater, dass ich mich mit dem Vater des Kindes selbst auseinander setzte. Meine Eltern waren nicht autoritär, sie waren Freunde. Ich wollte Mumtaz (*1. eine der schönsten indischen Schauspielerinnen geb. 1947, oder 2. Mumtaz Mahal, zweite Frau und Königin des Kaisers Shah Jahan der für sie das Taj Mahal erbauen ließ) imitieren und Mimiken anderer Leute. Ich mache das heute noch. Was schätzt du warum? Weil ich gut dafür bezahlt werde.

 

Meine Mutter war eine aus sich herausgehende Person und ergriff oft die Initiative in vielen Dingen. Ich erinnere mich als mein Vater an Krebs erkrankte, er litt acht Monate, haben wir alles verloren, was wir hatten.

Eine Spritze kostete etwa 5000 Rs und wir benötigten 23 Injektionen in 10 Tagen. Das war eine teure Angelegenheit und unser Geschäft ging Pleite. Zu dieser Zeit arbeitete meine Mutter Tag und Nacht. Sie wollte das Geld unbedingt verdienen. Sie hat sich wirklich sehr um meinen Vater gesorgt. Nach seinem Tod '81 hat sie sein Geschäft wieder gewinnbringend aufgenommen. Ich habe den Workaholismus von ihr geerbt. Sie sagte niemals "Nein" zu irgend etwas. Als ich ins College kam, wollte ich einen Wagen. Am nächsten Tag stand ein Auto vor der Tür. Sie hat mich nie gedrängt etwas zu tun. Sie hat nicht einmal als sie starb verlangt, dass ich das gutgehende Geschäft übernehme und weiter führe.

Als ich ihr sagte, dass ich schauspielen wollte, hat sie mich nicht aufgehalten. Ich wollte meinen Meister im Filmgeschäft machen und ich war sehr gut. Ich hatte eine Aufnahmeprüfung in NSD (*National School of Drama – ind. Nationale Schauspielschule) zu machen. Ich wollte das nicht, doch sie bestärkte mich darin und so machte ich den Test und wurde angenommen. Ich war sehr schlecht in Hindi und dachte ich würde 0 von 10 Punkten bekommen. Sie sagte wenn ich 10 von 10 Punkten erreiche, geht sie mit mir zu einem Film. Seither war ich der beste in Hindi und ich erinnere mich, sie begleitete mich zu Dev Anand's "Joshilaa". Ihre Lieblingsstars waren Bishwajeet und Joy Mukherji.

Ich glaube, ich habe meinen Sinn für Humor von meinem Vater geerbt, der auch einen großen Respekt vor Frauen hatte. Ich erinnere mich, dass ich eines Tages den Briefkasten von jemand angezündet hatte. Und diese Dame aus dem Süden Indiens kam herunter und beschwerte sich bei meinem Vater, dass ich ihre Tochter belästigen würde. Er sah sie an und sagte: "Wenn sie so reizend ist wie Sie und ich noch so jung wäre wie mein Sohn, würde ich wahrscheinlich das Gleiche tun". Sie begann zu lachen, er sagte es so nett und freundlich. Er war sehr respektvoll zu Frauen, was daran lag, dass er eine ältere Schwester hatte und der Mutter sowie der Schwester sehr nahe stand. Er lehrte mich wie man Frauen freundlich behandelt.

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